SKS – Begeisterndes Abschlusskonzert der Stirling-PHIL-Akademie
Beim großen Abschlusskonzert des Jahrgangs 2025/2026 bewiesen die Akademisten eindrucksvoll ihr Können. Abseits des klassischen Kammermusik-Repertoires hatten sie ein erfrischend spannendes Programm zusammengestellt, das vom Publikum mit langanhaltendem, begeistertem Applaus gefeiert wurde.
Josef L. Weber (*1998) – Liebes-Lied – Text Rainer Maria Rilke – (Auftragswerk, Uraufführung) für Gesang, Violine, Viola, Oboe, Fagott und Tuba
Francis Poulenc – Trio für Oboe, Fagott und Klavier (1926): Ein Werk der französischen Moderne, das mit Pariser Charme, jazzigen Rhythmen und humorvollen Passagen für pure Lebensfreude sorgt.
W. A. Mozart – Duo für Violine und Viola in G-Dur (KV 423): Ein klassisches Meisterwerk, bei dem Bratsche und Geige in einem dynamischen, gleichwertigen Dialog einen überraschend vollen Klang entfalten.
August Klughardt – „Schilflieder“ op. 28: Fünf spätromantische Fantasiestücke für Oboe, Viola und Klavier, die – inspiriert von Gedichten Nikolaus Lenaus – eine tief melancholische und träumerische Naturstimmung einfangen.
Robert Rønnes – Trio concertante (2008): Eine moderne Komposition für Fagott, Tuba und Klavier, die mit originellen Sätzen wie einem Pas de deux die selten gehörten, tiefen Klangfarben der beiden Bassinstrumente schwungvoll in den Mittelpunkt stellt.
Ein besonderer Glanzpunkt des Abends war die Uraufführung des Stücks „Du musst das Leben nicht verstehen“ von dem 2003 geborenen Komponisten Oskar Rimmele (*2003). Das Auftragswerk basiert auf einem Text von Rainer Maria Rilke und ist für eine ungewöhnliche Besetzung aus Gesang, Violine, Viola, Oboe, Fagott und Tuba geschrieben.
Der feierliche Höhepunkt war die Übergabe der Abschlussurkunden. Christian Lorenz (Intendant der Stuttgarter Philharmoniker), Prof. Marc Engelhardt (Musikhochschule) und Dr. Uta Daur (Reinhold-Otto-Mayer-Stiftung) sparten nicht mit Lob: Sie hoben den enormen Fleiß, das leidenschaftliche Engagement und den sichtbaren Erfolg des Jahrgangs hervor. Mit den besten Wünschen für eine glänzende Orchesterzukunft wurden die Urkunden überreicht an: Iris Groh (Viola), Elifnur Kunt (Oboe), Jingyi Ning (Fagott), Henghui Liu (Tuba), Zihan Deng (Violine) sowie Emily Schlüchtermann (Planung und Moderation). Ein Abend, der noch lange nachklingt!
Text und Foto: Norbert Klotz

