Silvesterfackellauf kehrt eindrucksvoll zurück
Stuttgart-Wangen … Nach siebenjähriger Pause meldete sich der Wangener Silvesterfackellauf eindrucksvoll zurück und knüpfte nahtlos an seine 18-jährige Erfolgsgeschichte an. Mit viel Einsatz und Organisationstalent hauchten gesellschaftlich engagierte Wangenerinnen und Wangener der von den Mattenspringern, den ehemals aktiven Turner der SportKultur Stuttgart, begründeten Traditionsveranstaltung neues Leben ein.
Bereits ab 17 Uhr herrschte am 31. Dezember 2025 reges Treiben in der Wangener Kelter. Unter dem imposanten Dachgebälk deckten sich die ersten Besucher mit Fackeln ein, stärkten sich bei Grillwurst oder Kräuterkäsebrot und wärmten sich mit Glühwein oder Punsch. Menschen jeden Alters, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, nutzten die Zeit zum Austausch mit Freunden und Nachbarn und warteten erwartungsvoll auf den gemeinsamen Aufbruch.
Nach der Begrüßung durch Bezirksvorsteher Jakob Bubenheimer, der dem neuen Organisationsteam um Benni Bruckner ausdrücklich für deren Engagement dankte, sowie nach den Sicherheitshinweisen von Mattenspringer Norbert Klotz, setzte sich der Zug in Bewegung. Angeführt von Mattenspringer Wolfgang Kreß sowie einer Schar Kinder, schlängelte sich der mehrere hundert Meter lange Lichterzug durch die heimeligen Wangener Gässle hinauf zur hell angestrahlten Michaelskirche. Entlang des Staibhöhenwegs boten sich in der klaren Winternacht beeindruckende Ausblicke ins Neckartal, hinüber zum Rotenberg und weit hinaus ins Land.
Kurz nach 19 Uhr erreichte der Abend seinen Höhepunkt. Das von Pyrotechnik Brunner aus Sachsenheim eigens komponierte Feuerwerk, gezündet von Mattenspringer Wolfgang Berkefeld, setzte einen glanzvollen Schlusspunkt. Brokatsterne, zischende Fontänen, leuchtende Chrysanthemen und sanft herabfallende Effekte tauchten den Himmel über dem Wangener Berg in ein farbenprächtiges Licht. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bedachten das Spektakel mit langanhaltendem Applaus.
Der große Zuspruch zum wiederbelebten Silvesterfackellauf freute die Organisatoren ebenso wie die Mattenspringer und die SportKultur Stuttgart. Ohne lange zu fackeln, aber mit umso mehr Tatkraft, hatten alle Beteiligten zugepackt – und damit nicht nur eine liebgewonnene Tradition neu etabliert, sondern zugleich einen stimmungsvollen Auftakt für den bevorstehenden Jahreswechsel geschaffen.
Quelle: Norbert Klotz: SportKultur Stuttgart, Mattenspringer



Ende des Fackellaufs
In der Vergangenheit war der 31. Dezember ein Highlight für die Gemeinde: Der traditionelle Fackellauf, organisiert von den Mattenspringern, zog Jung und Alt in seinen Bann. Gestartet wurde an der Kelter, von wo aus die Teilnehmer mit leuchtenden Fackeln durch die Straßen zogen, bis sie schließlich im Gemeindegarten ankamen. Dort erwartete die Besucher ein beeindruckendes Feuerwerk, das besonders für Familien mit Kindern ein unvergesslicher Abschluss des Jahres war.
Doch diese liebgewonnene Tradition gehört nun der Vergangenheit an. Leider hat sich niemand gefunden, der bereit war, die Organisation des Fackellaufs zu übernehmen. So bleibt der Gemeinde am Jahresende eine Lücke, die viele mit Wehmut erfüllt. Es bleibt zu hoffen, dass diese stimmungsvolle Veranstaltung eines Tages wiederbelebt wird. Bis dahin bleibt sie in schöner Erinnerung.



