TransZ

Umfrageergebnisse

Umfrage im Rahmen TransZ

TransZ – neue Entwicklungsperspektiven für Zentren

Ein anwendungsbezogenes Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Leitinitiative ZUKUNFTSSTADT
Fördermaßnahme: nachhaltige Transformation urbaner Räume

Verlängerung der Projektlaufzeit
Das Projekt „TransZ – Transformation urbaner Zentren“ geht in die zweite Runde. Der Förderantrag für das Anschlussvorhaben war erfolgreich, TransZ 2.0 läuft nun bis April 2022.
Durch die Verlängerung können bereits angestoßene Projekte fortlaufend begleitet werden, bestehende Projektideen konkretisiert und umgesetzt werden sowie Verknüpfungen zu weiteren Akteure und Themen geschaffen werden, die sich beispielsweise aus den Anforderungen infolge der Corona-Pandemie ergeben.

Was ist bisher passiert?
Die Anfangszeit des Projekts war von umfangreichen Analysen des Stadtbezirks S-Wangen geprägt. Durch Interviews, Ortsbegehungen und Datenanalyse hat sich das Projektteam mit der Situation vor Ort vertraut gemacht.
Anschließend wurden mit verschiedenen Vertreter*innen Projektideen zur Weiterentwicklung des Zentrums gesammelt und kontinuierlich diskutiert.
Konkrete Projekte bezogen sich bisher vor allem auf die Umgestaltung und Nutzung des Keltervorplatzes. Im Rahmen einer Bauwerkstatt wurde ein vielseitiges Sitzmöbel entworfen, das jetzt vor dem Bürgertreff Lamm zu finden ist. Darüber hinaus wurde der Flohmarkt wieder ins Leben gerufen.
Durch das große Engagement der Beteiligten im Projektverlauf konnte auch die Webseite
www.s-wangen.de initiiert werden. Auf dieser Seite sind relevante Informationen zu Angeboten und Einrichtungen sowie zum Geschehen im Stadtbezirk gebündelt. Hier sind aktuell auch Informations-, Unterstützungs- und Lieferangebote abrufbar.
Die Hochschule für Technik Stuttgart bindet das Projekt in die Lehre im Masterstudiengang Stadtplanung ein. In der vergangenen Projektlaufzeit standen einen Tag lang Interventionen im öffentlichen Raum im Wangener Zentrum im Mittelpunkt. Studierende machten auf Potenziale des öffentlichen Raums aufmerksam und entwickelten neue Nutzungsideen.
Was ist neu?
Personell ist das Projektteam durch den Beitritt der Stadt Stuttgart mit Einrichtung einer koordinierenden Stelle beim Amt für Stadtplanung und Wohnen neu aufgestellt. Damit soll insbesondere die Vernetzung der Akteure vor Ort weiter befördert und die Umsetzungsperspektive durch Anbindung und Verknüpfung mit städtischen Vorhaben verbessert werden. Räumlich werden neben dem Ortszentrum Wangen im weiteren Verlauf zusätzlich auch die Entwicklung der angrenzenden gewerblichen Quartiere entlang der Ulmer-/Hedelfinger Straße von S-Ost bis nach Hedelfingen eine Rolle spielen. Welches Zukunftsbild kann für diese bedeutsame Tallängsachse entworfen werden?
Der Fokus auf den öffentlichen Raum bleibt bestehen. Neu ist, dass die Konzentration nun auch verstärkt auf die Beschäftigung mit innovativen Geschäftsideen und –formaten, neuen Finanzierungsmodelle oder Trägerstrukturen zu Angeboten und Nutzungen, der Kooperation zwischen Handel und sozialen oder kulturellen Akteuren sowie beispielhaften Nach‐ und Umnutzungsideen für Immobilien/ Gewerbeflächen liegt.
Die geplanten Innovationsprojekte sollen einen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Zentren leisten.


Was verbirgt sich hinter TransZ?
TransZ verfolgt seit Mai 2017 in S-Wangen das Ziel, die Weiterentwicklung gewachsener Zentren durch Projektideen zu fördern und zu unterstützen. Im Rahmen von TransZ werden mit den Akteuren vor Ort lokalspezifische Ansätze entwickelt, mit denen es beispielhaft gelingen soll, die Situation in den Zentren nachhaltig zu verbessern.
Damit sollen Antworten auf die Herausforderungen gegeben werden, die sich aus dem Strukturwandel im Einzelhandel und der Digitalisierung sowie den veränderten Ansprüchen der Kunden und Besucher an die Zentren als gesellschaftliche und funktionale Mittelpunkte der Stadt ergeben.
TransZ bezieht vielfältige Akteure mit ein: Eigentümerinnen, Einzelhändlerinnen, Gastronomen, Gewerbetreibende, soziale und kulturelle Akteurinnen, Bewohnerinnen, Kundinnen und alle, die interessiert sind. Diese Akteureinnen bringen ihre Sichtweisen und Interessen ein und entwickeln ihre Vorhaben im Dialog unter Einbeziehung der kommunalen Verwaltung.
Zentrale Untersuchungsfragen sind:
– Welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gibt es vor Ort?
– Wer ist bereit mitzuwirken?
– Wie können unterschiedliche Interessen und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung der Zentren genutzt werden?

Welche Städte sind beteiligt?
Am Projekt sind weiterhin die Städte Hamburg, Höxter, Holzminden und Stuttgart beteiligt. Es wird bewusst ein breiter Bogen unterschiedlicher Ausgangslagen und Herausforderungen gespannt.

Welche Hochschulen sind beteiligt?
Es sind vier Hochschulen beteiligt: HafenCity Universität Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Hochschule für Technik Stuttgart.
Welche kommunalen Vertreter sind beteiligt?
Die Stadt Stuttgart ist durch das Amt für Stadtplanung und Wohnen im Projekt vertreten, ebenso ist das Bezirksamt Hamburg Altona Teil des Projektes.


Wie können die Städte von dem Projekt profitieren?
Das Projekt
– stellt Mittel für Personal zur Durchführung, Betreuung, Moderation und Auswertung der innovativen Projekte bereit
– finanziert Bestandsaufnahmen zu Städtebau, Akteuren, Nutzungen, etc.
– umfasst Befragungen und Interviews
– fördert den bundesweiten Austausch zwischen Projektpartnern und unterschiedlichen Fachdisziplinen
– ermöglicht die Erarbeitung von innovativen Entwicklungsansätzen im interdisziplinären Team

Die am Projekt beteiligten Hochschulen agieren als unabhängige Fachleute. Das Projekt fußt auf dem Engagement und der Ortskenntnis der beteiligten Akteure vor Ort. Nur so können innovative Entwicklungsimpulse erarbeitet, verankert und verstetigt werden.